Kein Kind zurücklassen – schon gar nicht an der Bushaltestelle

LINKEN-Kreistagsabgeordneter fordert Nachbesserungen bei der Schülerbeförderung.
„Mit der Schließung kleinerer Schulstandorte, gerade im ländlichen Raum, steigt zwangsläufig auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die mit dem Bus zur Schule transportiert werden müssen. Zunehmend klagen Eltern jedoch über überfüllte Schulbusse und Kinder, die aus Platzmangel in den Bussen an den jeweiligen Haltestellen zurückbleiben und letztlich von den Eltern zur Schule gebracht werden müssen. Das ist ein unhaltbarer Zustand, der schleunigst abgestellt gehört“, erklärt Lars Leopold, Kreistagsabgeordneter der LINKEN zur angespannten Situation der Schülerbeförderung in Richtung Schulzentrum Gronau. Im Landkreis Hildesheim erfolgt die Schülerbeförderung – soweit möglich – im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs. „So kam der Bus der Linie 641 heute Morgen schon relativ voll in Dunsen an und nahm noch die dort wartenden Schülerinnen und Schüler auf. Jedoch bereits an der nächsten Station in Eime konnten viele Kinder nicht mehr zusteigen. Da der Bus auf seinem Weg zum Schulzentrum Gronau noch mehrere Stationen in Eime, Banteln und Gronau ansteuern muss, werden auch dort Kinder an den Haltestellen zurückgeblieben sein“, berichtet Leopold.
„Der Landkreis Hildesheim hat als Träger der Schülerbeförderung die in seinem Gebiet wohnenden Schülerinnen und Schüler unter zumutbaren Bedingungen zur Schule zu befördern. Das ist nicht Aufgabe der Eltern, die jedoch immer wieder einspringen müssen, wenn der Bus das Kind nicht mehr mitnehmen kann. Wenn aus Platzmangel in den Bussen Kinder an den Haltestellen nicht mehr mitgenommen werden können, stimmt etwas nicht in der Planung und der Landkreis muss nachsteuern. Hier erwarte ich zeitnah eine Regelung, so dass alle Kinder rechtzeitig und sicher zum Unterricht gelangen können“, fordert Leopold.